Donnerstag, 19.02.2026

Stadtverordnetenversammlung gibt Startschuss für Schadstoffsanierung und Teilabriss der Walhalla

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Die Stadtverordnetenversammlung hat am 11. Februar den aktuellen Planungsstand zur Sanierung der Walhalla zur Kenntnis genommen und zentrale Maßnahmen freigegeben. Zugestimmt wurden die Schadstoffsanierung, die statische Ertüchtigung des Gebäudes und der Teilabriss des westlichen Anbaus. Ein endgültiger Ausführungsbeschluss sowie Fragen zu Betreibermodell und Mietverhältnissen sollen zu einem späteren Zeitpunkt entschieden werden.

Beschlusslage und weitere Planungsschritte

Nach dem Beschluss kann die Stadt weitere Planungsleistungen beauftragen, um eine vertiefte Kostenberechnung vorzulegen. Die Vorlage sieht vor, dass vorbereitende Untersuchungen im Bestand durchgeführt werden. Diese Untersuchungen beginnen jedoch erst, nachdem das Bekleidungsgeschäft im Erdgeschoss der historischen Ur Walhalla ausgezogen ist. Der Auszug des Mieters ist für Ende März 2026 vorgesehen.

Oberbürgermeister Gert Uwe Mende bewertete die Entscheidung als einen wichtigen Schritt für die Wiederbelebung des Hauses. Ein endgültiger Ausführungsbeschluss soll in einer späteren Sitzung folgen.

Geplante Baumaßnahmen und sichtbare Eingriffe

Als erster sichtbar werdender Eingriff ist der Rückbau eines Seitenschiffs entlang des Festsaals in der Hochstättenstraße geplant. Die Arbeiten sollen im Sommer beginnen. Der Rückbau des westlichen Anbaus aus den 1930er Jahren soll Reste der historischen Fassade freilegen. Diese Fragmente sollen in die Gestaltung der neuen Fensterfassaden des Architekturbüros Waechter und Waechter einfließen.

Parallel sollen Schadstoffsanierung und Maßnahmen zur statischen Ertüchtigung des Bestands starten. Außerdem ist eine genauere Untersuchung von Zwischendecken und des Dachgeschosses mit der vorhandenen Rabitzdecke vorgesehen, um Restaurierungs- und Verstärkungsbedarfe gezielt zu planen.

Kostenrahmen und Zeitplan

Auf Basis des aktuellen Planungsstandes werden die vorläufigen Gesamtkosten für die Sanierung auf rund 70 Millionen Euro geschätzt. Die Stadt plant, die Sanierungsarbeiten bis zum Jahr 2030 abzuschließen. Konkrete Entscheidungen zu Betreiber- und Mietmodellen sowie der finalen Ausführungsfreigabe sind weiterhin offen und sollen in separaten Vorlagen zur Abstimmung gestellt werden.

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