Am Samstag, 29. August, lädt der WerkRaum in der Langgasse 5 bis 9 in Wiesbaden zu einem öffentlichen Thementag über die Zukunft der 26 Thermalquellen der Stadt. Initiatorin Yvonne Kirchdörfer will mit Stadtrundgang, Vortrag und zwei Diskussionsrunden Debatten anstoßen, ob und wie die Quellen in die künftige Stadtentwicklung einfließen und für eine nachhaltige geothermische Nutzung genutzt werden können.
Programm und Ablauf
Der Thementag beginnt um 14 Uhr mit einem etwa einstündigen, kostenfreien Stadtrundgang zu den heißen Quellen. Am frühen Abend stellt der Stadtplaner Moritz Petrasch um 17.30 Uhr ein Konzept für die Umgestaltung des Kochbrunnenplatzes vor, das den Platz als einen sogenannten Vierten Ort neu denken will.
Ab 18.30 Uhr folgt eine Podiumsdiskussion zur Bedeutung der Thermalquellen für Wiesbadens Stadtentwicklung und Stadtidentität. Im Anschluss, ab 19.30 Uhr, steht die Frage im Mittelpunkt, welche Chancen urbane Geothermie für eine klimaneutrale Wärmeversorgung der Stadt eröffnet. Die Veranstaltung ist für den Abend gegen 20.30 Uhr geplant. Interessierte können sich für die einzelnen Programmpunkte anmelden.
Themen: Stadtbild, Identität und Wärmewende
Im Zentrum der Debatten steht die Frage, ob eine teilweise Reaktivierung der Quellen technischen, städtebaulichen und sozialen Anforderungen genügen kann. Dabei geht es zugleich um das Selbstverständnis Wiesbadens: Wie stark prägen die Thermalquellen noch die Identität der Stadt und welche Rolle sollen sie künftig spielen?
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Nutzung des heißen Wassers als erneuerbare Ressource. Die Veranstalter verknüpfen die Diskussion um die Quellen mit der Wärmewende und prüfen, inwieweit geothermische Konzepte zur klimaneutralen Wärmeversorgung beitragen können.
Kontext und Trägerschaft
Der WerkRaum ist ein Projekt im Rahmen des Programms World Design Capital Frankfurt RheinMain 2026. Die World Design Capital 2026 wird gefördert durch das Land Hessen, die Stadt Frankfurt am Main und den Kulturfonds Frankfurt RheinMain. Das Projekt versteht sich als Plattform für öffentliche Auseinandersetzung mit urbanen Gestaltungsfragen.
Die Organisatoren betonen, dass der Thementag einen Raum für Austausch zwischen Fachleuten, Stadtplanung und interessierten Bürgerinnen und Bürgern bieten soll. Ziel ist es, konkrete Ideen und Perspektiven für den Umgang mit der historischen wie technischen Ressource Thermalwasser zu sammeln.
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