In Jamel, Mecklenburg, findet jährlich das Festival ‚Jamel rockt den Förster‘ statt, das als Gegenreaktion gegen die rechtsextreme Besiedelung des Dorfes dient. Das Festival setzt sich aktiv gegen die lokale Neonazi-Szene zur Wehr und kämpft dabei gegen behördliche Auflagen wie hohe Pachtforderungen und Sicherheitsbestimmungen. Es fungiert als Symbol des Widerstands gegen Faschismus in einem von Neonazis frequentierten Dorf.
Ehrenamtlich auftretende Künstler und beeindruckende Besucherzahlen von bis zu 3.500 unterstreichen die Bedeutung dieses Events. Horst und Birgit Lohmeyer stehen im Zentrum des Engagements gegen die Besiedelung durch Rechtsextremisten und wurden für ihren Einsatz bereits ausgezeichnet.
Das Festival ‚Jamel rockt den Förster‘ geht über ein musikalisches Event hinaus und wird zu einem politischen Statement gegen Rechtsextremismus. Die Organisatoren und Unterstützer setzen sich mit großem Engagement für Demokratie und Menschenrechte ein, trotz Widerständen und Bedrohungen aus der rechtsextremen Szene. Es verdeutlicht den unermüdlichen Kampf eines ganzen Dorfes und einzelner Personen für Toleranz und gegen jegliche Form von Extremismus.
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