Mittwoch, 28.01.2026

Instrumentenbauer Heckel übernimmt Zollspeicher am Biebricher Rheinufer

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Entscheidung des Magistrats

Der Magistrat der Landeshauptstadt Wiesbaden hat am Dienstag, 27. Januar, den Verkauf des Zollspeichers in Biebrich an die Wilhelm Heckel GmbH beschlossen. Damit endet nach Angaben der Stadt eine mehr als zehn Jahre andauernde Hängepartie um das markante Ensemble am Rheinufer.

Pläne des Käufers

Der Zollspeicher zählt zu den prägenden Gebäuden am Biebricher Rheinufer und steht seit vielen Jahren leer. Die Heckel GmbH, ein weltweit tätiges Familienunternehmen in der inzwischen siebten Generation, beabsichtigt, ihren Firmensitz und den Produktionsstandort für hochwertige Holzblasinstrumente in das Gebäude zu verlegen. Die Stadt sieht in dem Schritt einen wichtigen Beitrag zur Wiederbelebung des Areals.

Zollamt bleibt im städtischen Eigentum

Das unmittelbar angrenzende, denkmalgeschützte Zollamt ist nicht Bestandteil des Verkaufs und verbleibt im Eigentum der Landeshauptstadt Wiesbaden. Für dieses Gebäude soll zeitnah ein eigenständiges, bedarfsgerechtes Nutzungskonzept ausgearbeitet werden. Die Erlöse aus dem Verkauf des Zollspeichers sollen in die Entwicklung des Zollamtsgebäudes fließen, um eine neue öffentlich wirksame Nutzung zu ermöglichen.

Städtebaulicher Kontext und Ziele

Bei der Entwicklung des Standortes sollen nach Angaben der Stadt die Ziele des Konzepts für das Rhein Main Ufer berücksichtigt werden. Im Fokus stehen eine qualitätsvolle städtebauliche Einbindung und die Aufwertung des Biebricher Ufers. Der Dezernent für Bauen und Verkehr, Andreas Kowol, betonte, der Verkauf verbinde den Erhalt historischer Bausubstanz mit unternehmerischem Engagement am Standort und biete die Chance, den Ort wieder mit Leben zu füllen.

Die Stadt verweist zudem darauf, dass mit der Veräußerung die Sicherung des Betriebsstandorts eines seit über 180 Jahren in Biebrich tätigen Unternehmens verbunden ist.

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