Mittwoch, 22.07.2026

Ein Drittel aller Parkvorgänge in Wiesbaden läuft inzwischen per Handy

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In Wiesbaden wird rund ein Drittel aller bezahlten Parkvorgänge über das Handy abgewickelt. Die digitale Parkscheinlösung hat sich damit als gängige Alternative zum klassischen Parkautomaten etabliert. Nutzerinnen und Nutzer schätzen die Möglichkeit, Parkzeiten minutengenau zu bezahlen und bei Bedarf von unterwegs zu verlängern.

Wie das System funktioniert

Alle öffentlichen, kostenpflichtigen Straßenparkplätze in der Stadt können per App bezahlt werden. Das System arbeitet kennzeichenbasiert und erfordert keine zusätzlichen technischen Einrichtungen durch die Stadtverwaltung. Dadurch entsteht nach Angaben der Verantwortlichen weniger Verwaltungsaufwand und der Weg für weitere digitale Anwendungen im Parkraummanagement wird freigeräumt.

Aktuell stehen fünf Anbieter zur Auswahl: EasyPark, moBiLET, PARCO, Parkster und PayByPhone. Seit April dieses Jahres ermöglicht Parkster registrierten Nutzerinnen und Nutzern das Handyparken ohne zusätzliche Servicegebühr.

Kosten, Abrechnung und Datenschutz

Die Parkgebühren richten sich nach der geltenden Gebührenordnung und werden minutengenau berechnet. In der Innenstadt fallen 50 Cent je begonnenem Zeitraum von zehn Minuten an, im übrigen Stadtgebiet wird je begonnenem Zeitraum von zwölf Minuten abgerechnet. Durch diese Abrechnung zahlen Autofahrerinnen und Autofahrer nur für die tatsächlich genutzte Zeit. Klassische Parkscheinautomaten bleiben weiterhin verfügbar, das Handyparken ist als ergänzendes Angebot gedacht.

Zur Bezahlung werden etablierte Anbieter genutzt. Nach Angaben der Stadt werden nur die für den jeweiligen Parkvorgang erforderlichen Daten verarbeitet, womit Sicherheits- und Datenschutzaspekte berücksichtigt sein sollen.

Praktische Vorteile und Nutzung

Für viele Autofahrende entfällt mit dem Handyparken die Suche nach Kleingeld und der Gang zum Automaten. Besonders häufig genannt wird die Möglichkeit, Parkzeiten flexibel zu verlängern, wenn ein Termin länger dauert als geplant. Verkehrsdezernent Andreas Kowol hebt hervor, dass Handyparken das Parken in Wiesbaden einfacher, flexibler und komfortabler mache und die Parksysteme zukunftsfest halte.

Die zunehmende Nutzung digitaler Parkscheine spiegelt einen Wandel in der städtischen Mobilitätsinfrastruktur wider. Konkrete Angaben zur absoluten Zahl der Parkvorgänge oder zu regionalen Unterschieden innerhalb der Stadt wurden nicht genannt.

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