Bei einem Aktionstag in Watzhahn stellte die Feuerwehr Taunusstein mehrere neue Einsatzfahrzeuge vor und verband die Vorführung mit Informationen zur ehrenamtlichen Arbeit. Zu sehen waren unter anderem ein neues Tragkraftspritzenfahrzeug mit Wasser für die Stadtteilfeuerwehr Watzhahn sowie ein Gerätewagen für die Drohneneinheit. Eine gemeinsame Übung verdeutlichte die Bedeutung schneller Hilfe vor Ort.
Vorstellung und Einsatzübung
Besucherinnen und Besucher hatten die Gelegenheit, die Fahrzeuge zu besichtigen und mit Einsatzkräften ins Gespräch zu kommen. Eine Schauübung der Feuerwehren Bleidenstadt und Watzhahn sowie des Deutschen Roten Kreuzes veranschaulichte den Ablauf eines Feuerwehreinsatzes. Ein Großfahrzeug aus Bleidenstadt benötigte rund zwölf Minuten bis nach Watzhahn. Die Übung sollte deutlich machen, wie wichtig lokal stationierte Einheiten für die schnelle Hilfe in kleineren Stadtteilen sind.
Neues Tragkraftspritzenfahrzeug für Watzhahn
Das vorgestellte Tragkraftspritzenfahrzeug mit Wasser ersetzt ein Löschfahrzeug aus dem Jahr 1998, das etwa 28 Jahre im Dienst war. Die Ersatzbeschaffung war bereits 2022 beantragt worden. Das neue Fahrzeug steht auf einem Fahrgestell, das im Rahmen einer Landesbeschaffung durch das Land Hessen bereitgestellt wurde.
Das Fahrzeug verfügt über einen 1.000 Liter fassenden Löschwassertank und eine erweiterte Ausrüstung für Einsätze bei Wasserschäden und technischen Hilfeleistungen. Einige früher getrennt vorgehaltene Geräte sind nun direkt an Bord. Als Besonderheit wurde eine mechanische Hilfe zur Entnahme der Steckleiter auf dem Dach eingebaut, wofür eine Ausnahmegenehmigung des Hessischen Innenministeriums erforderlich war. Der Gesamtwert des Fahrzeugs wird mit rund 162.000 Euro angegeben.
Gerätewagen Drohne und moderne Einsatztechnik
Als weiteres neues Fahrzeug präsentierte die Feuerwehr Taunusstein den Gerätewagen Drohne. Er ersetzt ein älteres Fahrzeug, das zuletzt zunehmend reparaturanfällig war und den Anforderungen der Drohneneinheit nur noch eingeschränkt entsprach. Die Einheit nutzt Drohnen unter anderem zur Lageerkundung, bei Personensuchen und zur Unterstützung bei größeren Schadenslagen.
Der neue Wagen bietet mehr Platz und erweiterte technische Möglichkeiten. So lassen sich jetzt Livebilder der Drohne direkt an die Einsatzleitung oder an übergeordnete Stellen übertragen. Auf dem Fahrzeugdach ist eine Infrarotkennung installiert, die die Erkennung für Luftfahrzeuge verbessern soll und damit zur Luftsicherheit bei Einsätzen mit Luftfahrzeugen beiträgt. Die Investitionskosten werden auf etwa 180.000 Euro beziffert. Stadtbrandinspektor Martin Zywitza hob hervor, dass mit dem neuen Fahrzeug der technische Standard der Drohnenarbeit deutlich angehoben wurde und einfache Transportlösungen nicht mehr ausreichen.
Bürgermeister Joachim Reimann, der den Aktionstag besuchte, machte deutlich, dass schnelle Hilfe vor Ort in kleineren Stadtteilen entscheidend sein kann und dafür ehrenamtliches Engagement nötig ist. Die Veranstaltung verfolgte auch das Ziel, neue Mitglieder für die Einsatzabteilungen zu gewinnen.
Quelle anzeigen

