Donnerstag, 18.06.2026

Zwei Tafeln ersetzen frühere Beschilderung am jüdischen Friedhof am Halberg

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Am historischen jüdischen Friedhof am Halberg in Wehen sind die Informationsschilder erneuert worden. Statt der zuvor angebrachten acht Tafeln im DIN A3 Format informieren nun zwei kompakte Schilder vor Ort. Ergänzend bieten QR Codes Zugriff auf vertiefende Inhalte und Dokumente.

Neue Tafeln statt umfangreicher Schilderreihe

Die bisherige Beschilderung am Treppenaufgang zum Friedhof war nach vielen Jahren witterungsbedingt stark angegriffen und wurde ersetzt. Bei der Überarbeitung des Informationskonzepts setzte das zuständige Stadtmuseum Taunusstein auf eine deutlich reduzierte Präsenz vor Ort: Zwei übersichtliche Tafeln fassen die wichtigsten historischen Angaben zusammen und sollen die Orientierung für Besucherinnen und Besucher erleichtern.

Digitale Ergänzung über QR Code

Ergänzend zu den vor Ort sichtbaren Texten können Interessierte über einen QR Code weiterführende Inhalte abrufen. Diese Materialien lassen sich auch von zu Hause aus einsehen und herunterladen. Die digitalen Zugänge sollen die kompakte Beschilderung vor Ort ergänzen und zusätzliche Dokumente zur Geschichte des Ortes zugänglich machen.

Teil eines umfassenderen Erinnerungsprojekts

Die Neugestaltung der Beschilderung wurde vom Stadtmuseum Taunusstein umgesetzt. Die Finanzierung erfolgte durch den Förderverein Museum im Wehener Schloss e. V. Die Ausstellung von Informationen am Friedhof reiht sich ein in eine längere dokumentarische Arbeit zur jüdischen Geschichte in Taunusstein. Das Museum hat entsprechende Publikationen herausgegeben und aktualisiert und betreibt ein eigenes Portal auf der Webseite der Stadt, das weiterführende Hinweise bietet.

Weitere sichtbare Formen der Erinnerungsarbeit sind die Verlegung von Stolpersteinen in Zusammenarbeit mit der Initiativgruppe Lebendige Erinnerungskultur und eine Stele mit ausgeschnittenem Davidstern vor dem Wehener Schloss, gegenüber dem früheren Standort der Synagoge. Auch an dieser Stelle verweisen QR Codes auf ergänzende Dokumente und Materialien.

Die Umstellung von vielen Tafeln auf ein knappes Informationsangebot vor Ort mit digitaler Ergänzung folgt einem aktuellen Trend in der Vermittlung historischer Orte: Prägnante Informationen vor Ort kombiniert mit umfangreichen Onlineangeboten sollen Zugänglichkeit und Haltbarkeit der Darstellung erhöhen.

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