Montag, 15.06.2026

Weiße Spinnweben in Taunusstein: Wann Raupen gesundheitlich relevant sind

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In Taunusstein sind an mehreren Bäumen und Sträuchern derzeit weiße, spinnwebenartige Überzüge zu beobachten. Die Erscheinung sorgt für Nachfragen bei Stadtverwaltung und Stadtwerken, weil zwei unterschiedliche Raupenarten für das Bild verantwortlich sein können. Während die Gespinstmotte in der Regel harmlos ist, kann der Eichenprozessionsspinner gesundheitliche Beschwerden auslösen.

Eichenprozessionsspinner: Gesundheitsrisiken und Erkennungsmerkmale

Der Eichenprozessionsspinner tritt fast ausschließlich an Eichen auf. Typisch ist das Prozessionsverhalten: Die Raupen ziehen in langen Reihen am Stamm oder am Boden entlang. Problematisch sind die sehr feinen Brennhaare der Tiere. Sie können bei Menschen und Tieren Hautreizungen, allergische Reaktionen und Atemwegsbeschwerden hervorrufen.

Wird ein Befall vermutet, sollten die Raupen oder ihre Nester nicht berührt und nicht selbst entfernt werden. Aus Gründen des Gesundheitsschutzes ist die Beseitigung Aufgabe entsprechend geschulter Fachfirmen.

Gespinstmotten: Auffälliges Bild ohne gesundheitliche Gefahr

Bei den oft gesehenen dichten, weißen Gespinsten kann es sich auch um Raupen der Gespinstmotten handeln. Diese Raupen sind unbehaart und gelten als unschädlich für Menschen und Tiere. Sie befallen verschiedene Gehölze, vor allem Obstbäume und Ziersträucher, und überziehen diese teilweise mit dichten Netzen.

Obwohl das Erscheinungsbild besorgniserregend wirken kann, besteht bei Gespinstmotten in der Regel kein Grund zur Sorge. Die befallenen Pflanzen erholen sich meist und treiben nach dem Fraß wieder aus.

Wie man sich verhält und wo man Hilfe findet

Wer einen Befall bemerkt, sollte Abstand halten und besonders Kinder sowie Haustiere fernhalten. Bei Verdacht auf den Eichenprozessionsspinner ist es ratsam, die zuständigen kommunalen Stellen oder die örtlichen Stadtwerke zu informieren, damit Fachleute die Situation beurteilen können. Nur spezialisierte Dienstleister sollten die Entfernung vornehmen, um Gesundheitsrisiken zu minimieren.

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